4th Company Scottish Guards Blues ’n Rifles
geschlagene Schlacht am Samstag, dem 17. Juni 2023
bei den Highlandgames in Lüerdissen
Verfasser: Thomas Böhmer, 08. August 2023

Für die freundliche Unterstützung zu diesem Event möchten wir uns ganz herzlich bedanken



Sieben Jahre dauerte es von der Idee 2016 bis zur Umsetzung 2023. Aus dem Stand heraus hat der erste Clan der 4th Company Scottish Guards, die Blues ‘n Rifles, den siebten Platz von 19 Clans bei den diesjährigen Highland Games in Lüerdissen belegen können. Ohne zu wissen, was auf uns an Disziplinen oder sportlichen Gegnern zu kommen könnte, war es am Ende für uns Clansmen ein riesen Spaß! In der Mindeststärke von fünf sind wir angetreten. Sven Hinrichsen, Falk Begemann, Fabius Begemann, Pascal Thospann, Thomas Böhmer und Wolfgang Lewecke als fairer, neutraler Schiedsrichter des VfL Lüerdissen, sind die ersten Träger des Kompanie-Tartans in Blau. Während des Schützenfestes in Brake, am Wochenende vor dem 17. Juni hat Rottmeister André –Kübel- Jacobi sich noch als freiwilliger Banner-Träger bereitgefunden, unsere Farben mit zu repräsentieren – und das im großen Dienstanzug. Da Sven Hinrichsen beim Abi-Ball seines Sohnes am gleichen Abend nicht fehlen durfte, ist kurzerhand Schützenbruder Friedhelm Begemann heroisch eingesprungen und hat bei der schwierigen Disziplin des Tauziehens mit bemerkenswertem Einsatz dem späteren Gesamtsieger, den Mac Kings, gehörig Angst eingeflößt – so dass wir nur um 15 cm den Sieg im direkten Vergleich haben „ziehen lassen“ müssen. Entsprechend überschwänglich fiel der erleichterte Jubel bei unserem Gegner-Clan aus.
Das mit-den-Säcken-vom-Bock-hauen stellte die Startdisziplin dar. Jeweils drei aus jedem Clan mussten sich auf einem Baumstamm gegenübersitzend, Beine frei baumelnd –ohne sie unter dem Baumstamm knotend zu verhaken, mit einem Kartoffelsack „umhauen“. Bei der ersten Bodenberührung war das Spiel verloren. Fabius Gegner, der bereits taumelnd zum Baumstamm geführt werden musste, schien mittels Oberschenkelklettbewuchs eins mit dem Baumstamm geworden zu sein. Fabius kam durch eigenes Schlagen aus dem Gleichgewicht und titschte mit einem Fuß auf die Heuballenunterlage auf. Sein Gegner rührte sich auch nach mehreren direkten Schultertreffern nicht vom Fleck. Falk „rächte“ seinen Bruder im zweiten Durchgang in kurzem Prozess. Pascal erlitt ebenfalls das Schicksal der Wucht des eigenen Schlages und kam nach eigenem Treffer ins Straucheln. Nichtsdestotrotz waren Sven und Thomas äußerst dankbar, dass sich Fabius, Falk und Pascal auf das Tapferste geschlagen hatten!
Das Baumstammtragen war unsere zweite Herausforderung des Nachmittages. In Reihe aufgestellt, galt es, Stangen zu umkurven, einen Schlenker um Pylone zu laufen, um anschließend, kurz vor dem wieder niederlegen des Stammes über kleine Hürden zu hoppen. Die starken drei, Falk, Fabius und Pascal haben derart ihre PS in die Höhe gebracht, dass meine Wenigkeit Schwierigkeiten hatte, mit den Füßen überhaupt den Boden zu berühren. Sven dürfte es beim Lenken am Baumstammende ähnlich schleudernd gegangen sein, denn gefühlt wurde der Baumstamm aus der Mitte unserer Fünfertruppe heraus gelenkt.
Wie lang eine Minute werden kann, merkten wir fünf bei dem von uns als drittes ausgeguckten Wettbewerbs: Zwei je ca. 15kg schwere Baumstücke an der Metalllasche rechts und links zu heben und so weit um eine Pylonstrecke zu tragen, wie irgend möglich. Da war sie – die Belastungsgrenze. Nach aufopferndem Lauf war erst einmal eine längere Besprechungspause angesagt.
Sackweitwurf, Hufeisen Zielwurf und Körnersäckchen Zielwurf schlossen sich an. Großspurig meine eigenen angekündigten Fähigkeiten beim Hufeisenzielwurf mit enttäuschenden Null Punkten nicht zu erfüllen – seit dem gilt Hufeisenverbot für Böhmer und dagegen glänzten Sven, Falk Fabius und Pascal – konnte die Schmach beim Körnersäckchen Zielwurf wieder halbwegs ausgeglichen werden.
Dann kam der große Auftritt unserer starken Drei: Fabius, Falk und Pascal haben beim Tossing the Caber mal „so richtig hingelegt“. Für die Benutzung des schweren Baumstamm gab es 50 Sonderpunkte per se, wenn mit dem Baumstamm ein voller Überschlag gelang. Ziel war es, das Ding so mittig wie möglich gerade zu legen. Bei schräger Lage zählten nur die geringeren Punkte des äußeren Bereichs. Alle drei schnappten sich den schweren Stamm und wuppten ihn – ohne vorheriges Training(!) – in allerbester Manier! Respekt Clansmen, Respekt!
Der Wasserparcour war ebenfalls sehr lustig. Zwei löchrige Eimer mussten schnellstmöglich mit Wasser befüllt – Füllhöhe nach eigenem Ermessen – jeweils zweimal über/durch Hindernisse zum jeweiligen Staffellaufpartner getragen werden. Der Vierte kippte den übrig gebliebenen Inhalt in einen Messtrog. Sowohl in punkto geretteter Wassermenge als auch in Geschwindigkeit haben wir uns prächtig geschlagen.
Zwischendurch musste Kübel mal müssen und vertraute unser Clanbanner unserer uns anfeuernden Gabi Hildebrandt an, die prompt herausgefordert wurde. Eine Hand, die von hinten Richtung Bannerstock durchgeschoben kam, bekam von der aufmerksamen Gabi einen Klapps und der versuchte Bannerraub war mit einem energischen „willst Du wohl wieder loslassen!“ erfolgreich vereitelt. Das Auslösen des Banners hätte uns „eine Runde“ gekostet, die wir dann lieber für uns getrunken haben.
Nach dem oben bereits beschriebenen Tauziehen fand der abschließende Höhepunkt mit dem (für die Zuschauer und Schiedsrichter) gefährlichen Crazy Running statt. Wiederum mussten alle fünf Clansmen ran. Friedhelm Begemanns Knie ließ keine Teilnahme zu. Kübel hatte weiterhin tapfer das Clan-Banner zu präsentieren und zu bewachen. Falk übernahm heldenhaft zwei Durchläufe als Start- und als Schlussläufer. Zehn Umdrehungen um die eigene Nase, die auf einen Pylon gerichtet sein musste waren vor dem Lauf zum gegenüber stehenden Staffelpartner zu machen. Fast alle Läufer des Wettbewerbs taumelten, torkelten und fielen bei Antritt ihres jeweiligen Laufs. Pascal entschwand uns für einige Sekunden nachdem er durch alle (zu) nahe an der Bahn weilenden Zuschauer hindurch preschte, kurz nicht mehr zu sehen war, dann aber, etwas weiter der Strecke wieder zielstrebig gen Begemanns Fabius zulief. Glücklicherweise gab es keine schwerer Verletzten trotz mancher heftigerer Umstürze und Über-den-Haufen-Gelaufene…
Zahlreiche Mitglieder, Förderer und anfeuernde Fans der 4. Kompanie haben ebenso ihren Spaß am keltischen Spektakel im Waldstadion gehabt. Herzlichen Dank für Euer Anfeuern! Unsere Ziele – gut Aussehen und nicht Letzter werden – haben wir ziemlich gut hinbekommen. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Hoffentlich kommen noch mehr Clans – unter welchem Eigennamen auch immer - der 4th Company Scottish Guards für die 4. Kompanie hinzu, oder weitere Schützenbrüder verstärken uns einfach so – lasst Euch versichern, es ist ein riesen Spaß! Meldet Euch!

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